Klattschen Regeln erklärt: Anleitung und 5 Varianten für deine Party
Klattschen ist ein Reaktionsspiel mit Karten, bei dem es laut wird: Sobald eine bestimmte Karte fällt, hauen alle so schnell wie möglich mit der flachen Hand auf den Stapel. Wer zu langsam ist, trinkt. Wer zu früh oder ohne Grund klatscht, auch. Man braucht nur ein normales Kartendeck und eine Runde mit schnellen Händen. Einheitliche Regeln gibt es nicht, jede Runde spielt ein bisschen anders. Hier findest du die verbreitete Grundform und fünf Varianten, mit denen das Spiel nicht langweilig wird.
Klattschen ist in dieser Form ein Trinkspiel für Erwachsene ab 18. Die Schlucke sind klein, und das Spiel funktioniert mit alkoholfreien Getränken genauso gut, denn der eigentliche Spaß ist das Klatschen.
Was du brauchst
- Ein normales Kartendeck mit 52 Karten, bei vielen Leuten auch zwei gemischte Decks
- Einen Tisch, an dem alle den Stapel in der Mitte mit der Hand erreichen
- Ein Getränk für jede Person
- Drei bis acht Leute
Nehmt Ringe ab und legt Gläser außer Reichweite des Stapels. Beim Klatschen geht es schnell zu, und niemand soll sich wehtun oder ein Glas umwerfen.
Aufbau
Die Karten werden gemischt und verdeckt gleichmäßig an alle verteilt. Jede Person legt ihren Stapel verdeckt vor sich, ohne die Karten anzuschauen. In der Mitte des Tisches ist Platz für den offenen Ablagestapel.
Das Grundspiel
Die Person links von der gebenden beginnt. Sie deckt die oberste Karte ihres Stapels auf und legt sie offen in die Mitte. Wichtig: Die Karte wird von sich weg umgedreht, damit alle sie gleichzeitig sehen und niemand einen Vorteil hat. Dann ist die nächste Person im Uhrzeigersinn dran.
Wann wird geklatscht?
In der Grundform gibt es einen einzigen Auslöser: den Doppelten. Hat die aufgedeckte Karte denselben Wert wie die Karte direkt darunter, also zum Beispiel eine Sieben auf einer Sieben, schlagen alle so schnell wie möglich mit der flachen Hand auf den Stapel.
Wer trinkt?
- Die langsamste Hand: Wessen Hand als letzte auf dem Stapel landet, trinkt einen Schluck.
- Fehlalarm: Wer klatscht, obwohl kein Auslöser liegt, trinkt ebenfalls einen Schluck.
- Der Stapel: In vielen Runden bekommt die langsamste Person außerdem den ganzen Ablagestapel und legt ihn verdeckt unter ihren eigenen Stapel.
Wann ist das Spiel zu Ende?
Wenn eine Person keine Karten mehr hat, ist die Runde vorbei. Wer mit dem Stapel-Mitnehmen spielt, spielt so lange, bis nur noch eine Person Karten hat, oder bis eine vorher vereinbarte Zeit um ist.
5 Varianten für mehr Abwechslung
Die Grundform ist nach ein paar Runden zu einfach. Jede der folgenden Varianten fügt einen neuen Auslöser hinzu. Ihr könnt sie einzeln ausprobieren oder nach und nach kombinieren. Je mehr Auslöser gleichzeitig gelten, desto chaotischer wird es.
Variante 1: Sandwich
Geklatscht wird zusätzlich, wenn zwei Karten desselben Werts mit genau einer anderen Karte dazwischen liegen, etwa Sieben, Dame, Sieben. Das Sandwich ist schwerer zu sehen als der Doppelte, weil man sich die vorletzte Karte merken muss.
Variante 2: Zehner
Geklatscht wird, wenn die beiden obersten Karten zusammen genau zehn ergeben. Das Ass zählt eins, Bildkarten zählen nicht mit. Eine Drei auf einer Sieben ist also ein Auslöser, eine Sechs auf einer Vier auch. Diese Variante bringt Kopfrechnen ins Spiel und sorgt für viele Fehlalarme.
Variante 3: Zählen
Wer eine Karte auflegt, sagt dabei laut die nächste Zahl einer Reihe: Ass, Zwei, Drei und so weiter bis König, dann wieder von vorn. Stimmt die aufgedeckte Karte mit der gesagten Zahl überein, wird geklatscht. Das klingt einfach, aber wer gleichzeitig zählen, auflegen und auf den Stapel achten muss, verzählt sich schnell. Wer sich verzählt, trinkt.
Variante 4: Buben-Alarm
Jeder Bube ist ein Auslöser, egal was darunter liegt. Dazu kommt eine Zusatzregel: Wer einen Buben aufdeckt, darf nicht mitklatschen, sondern bestimmt eine Person, die zusätzlich einen Schluck trinkt, wenn sie nicht unter den ersten drei Händen war.
Variante 5: Schnellste Hand gewinnt
Diese Variante dreht das Spiel um. Nicht nur die langsamste Hand trinkt, sondern die schnellste Hand darf zusätzlich zwei Schlucke an andere verteilen. Das macht die Runde kompetitiver, weil sich schnelles Reagieren doppelt lohnt. Bei Streit, wer zuerst war, entscheidet, wessen Hand ganz unten liegt.
Tipps für eine gute Runde
- Gleiche Reichweite: Der Stapel muss für alle gleich gut erreichbar sein. Bei großen Tischen lieber enger zusammenrücken.
- Karten richtig umdrehen: Immer von sich weg aufdecken. Wer die Karte zuerst selbst sieht, hat einen unfairen Vorteil.
- Streitfälle klären: Bei knappen Fällen gilt die Hand, die ganz oben liegt, als die langsamste.
- Mit wenigen Auslösern starten: Erst die Grundform, dann eine Variante nach der anderen dazunehmen.
- Kleine Schlucke: Klattschen ist schnell, es gibt viele Auslöser. Halbe Schlucke oder ein Getränk ohne Alkohol halten den Abend entspannt.
Wenn ihr Abwechslung sucht
Klattschen ist ein großartiges Aufwärmspiel, aber nach einer Stunde Klatschen tun die Hände weh. Für den weiteren Abend eignet sich ein Trinkspiel mit Aufgaben statt Reaktion. Unser Kartenspiel Wie macht der Bär bringt Wahrheiten, Mutproben und Gruppenchallenges mit. Wer mehrere Spiele für verschiedene Abende sucht, findet im Komplett-Bundle unser Trinkspiel, das Filmspiel Filmflüsterer und das Couple Game Ask It. Weitere Kartentrinkspiele mit normalem Deck stehen in unserer Anleitung zu den Kings Cup Regeln.
Häufige Fragen zu Klattschen
Wie viele Spieler braucht man für Klattschen?
Ab drei Personen funktioniert es, am lustigsten ist es mit vier bis acht. Bei mehr Leuten mischt ihr zwei Kartendecks zusammen.
Was passiert bei einem Fehlalarm?
Wer klatscht, obwohl kein Auslöser liegt, trinkt einen Schluck. In manchen Runden muss die Person zusätzlich eine Karte unter den Ablagestapel legen.
Braucht man für Klattschen ein spezielles Kartendeck?
Für die hier beschriebene Form reicht ein normales Kartendeck mit 52 Karten.
Kann man Klattschen ohne Alkohol spielen?
Ja. Der Reiz ist die Reaktion, nicht das Trinken. Statt eines Schlucks gibt es zum Beispiel einen Minuspunkt, und wer am Ende die wenigsten hat, gewinnt.